„Hannah Everitt ist eine in Berlin aktive Nachwuchsdarstellerin und Performance- Künstlerin“ – das behauptet zumindest eine KI-generierte Übersicht. Doch ab wann darf man sich Künstlerin nennen oder als Darstellerin bezeichnen? Was heißt es, zu kreieren?
Eine Idee, die durch verschiedenste Ausdrucksformen Gestalt gewinnt, drängt nach außen, will mitgeteilt werden. „Mir ist wichtig, einen Raum für Austausch zu schaffen, in dem unterschiedliche Perspektiven gehört werden“, sagt Hannah Everitt. „Inspiration entsteht bei mir nicht im Alleingang, sondern im zwischenmenschlichen Austausch. Gerade in einer Welt, in der wir öfter auf Bildschirme als in Gesichter blicken, brauchen wir Räume, die uns wieder zueinander führen.“

Hannah Everitt ist in der Berliner Kunst-und Kulturszene vorallendingen im Bereich Film und Theater aktiv. Sie spielt bereits seit vielen Jahren Theater, zunächst in freien Gruppen, seit 2023 als Teil des inklusiven Jugendclubs „Banda Agita“ am GRIPS Theater Berlin. Sie stand bereits als Darstellerin vor der Kamera, u. a. für die Videoarbeit „Destina“ der bildenden Künstlerin Venla Helenius, die am Finnland-Institut in Berlin gezeigt wurde.
Neben der Bühnenarbeit schreibt sie im Kollektiv “alles Drama” eigene Theaterstücke. Ihr erstes Stück, „naked!– welches Gesicht trägst du heute ?“, wurde im Theater Verlängertes Wohnzimmer aufgeführt, in dem sie selbst Mitglied ist.
Hannah Everitt steht dabei nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne. Sie war die letzten drei Jahre Teil der Jugendjury des IKARUS-Theaterpreises und beteiligte sich an der Auswahl herausragender Berliner Kinder- und Jugendtheaterinszenierungen. Ebenso ist sie Mitglied der Jugendjury der Filmkunstmesse 2026 (FKM), wo sie gemeinsam mit anderen jungen Filmbegeisterten aktuelle Arthouse-Produktionen sichtet und bewertet. Seit der Berlinale 2026 ist sie zudem Teil des Kollektivs der „Freien Generation Reporter:innen“ und schrieb Kritiken und führte Interviews zu Filmen der Generation-Sektion. Sie engagiert sich damit grundsätzlich im Bereich Kunst und Kultur – nicht nur als Ausübende, sondern auch als Teil der Jurys, die mitentscheiden, welche Projekte gefördert und welche Arbeiten ausgezeichnet werden. Was sie dabei antreibt, ist weniger die Bühne allein als der Austausch, den sie ermöglicht: Kunst versteht sie als einen Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und Gehör finden – und in dem sie selbst immer wieder gefordert wird, sich weiterzuentwickeln.